Pädagogische Arbeit

Da sich die Welt für Erwachsene und Kinder entscheidend verändert hat, wurde auch eine Umgestaltung des Kindergartenalltags notwendig. Nach wie vor ist die Familie Lebensmittelpunkt und wichtige Orientierungsbasis für Kinder.

Durch den Strukturwandel hin zur Kleinfamilie ist es nicht mehr so leicht möglich, mit einer solchen Vielfalt an verschiedenen Personen zu interagieren, wie es früher in der Großfamilie möglich war. Zudem werden die Kinder oft mit einem durchorganisierten Tagesablauf voller Stress und Hektik konfrontiert. Der Fernseher und andere Medien fordern zu passivem Konsumieren auf und die Spielräume werden immer mehr eingeschränkt. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und auf die speziellen Lebenssituationen einzugehen.

Spielen – so wertvoll wir ein Schatz

Für das Kind ist die Welt voller Wunder und Schätze. Es macht Spaß, neugierig zu sein, immer Neues zu entdecken und zu erkunden. Deshalb geschieht das Lernen im Kindergarten in lebendigen Zusammenhängen, die dem Interesse der Kinder folgen.

In unseren Gruppen werden Aktivitäten und Lernsituationen angeboten, die das Kind ganzheitlich in seinen körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Bedürfnissen ansprechen. Die Spielräume und Spielmöglichkeiten werden in den einzelnen Gruppen individuell auf die Kinder abgestimmt. Die Grundlage von Konzentration und Ausdauer entwickelt das Kind, indem es soviel wie möglich spielt. Dabei kann es die verschiedensten Möglichkeiten nutzen. Es darf in eine neue Rolle schlüpfen, gemeinsam mit anderen ein Gesellschaftsspiel mit festen Regeln ausprobieren, mit einem Puzzle experimentieren, Material im Spiel zweckentfremden, Naturmaterial mit einbeziehen und sich bewegen. Nach Maria Montessori hat jedes Kind dabei seinen eigenen inneren Bauplan, d.h. es braucht eine individuelle Zeitspanne, um neue Techniken spielend einzuüben. Trotzdem soll das Spiel des Kindes nicht zweckorientiert sein. Es soll sich mit Freude in seine Beschäftigung vertiefen können. Durch häufiges Wiederholen erlangt das Kind eine gewisse Sicherheit in seinem Handeln, was zur Steigerung seines Selbstbewusstseins führt. Es lernt, sich in der Gruppe zu behaupten und seine Fähigkeiten selbst einzuschätzen. Durch das ausdauernde Spiel im Kindergartenalter wird dem Kind die wichtigste Voraussetzung für das Lernen in der Schule vermittelt.

Erziehungsstil

Gerade in den ersten Lebensjahren wird die Gesamtentwicklung des Kindes geprägt. Das elementare Erlebnis, geliebt, angenommen und geborgen zu sein, kann für dieses Alter gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Deshalb praktizieren wir hier im Kindergarten den demokratisch – partnerschaftlichen Erziehungsstil.

Darunter verstehen wir:

  • die Wertschätzung des Erziehers gegenüber dem Kind, die sich in allgemeinen Verhaltensmerkmalen  wie Warmherzigkeit, Hilfe, Höflichkeit, Ermutigung, Lob und Verständnis äußert.
  • Das Kind in seiner Eigenart anzunehmen, zu akzeptieren und ihm Spielraum zu einer altersgemäßen Entfaltung seiner Persönlichkeit zu geben; Regeln und Verhaltensweisen werden mit den Kindern gemeinsam durchgesprochen und erarbeitet, wobei auch die gesamte Kindergruppe für die Einhaltung der Regeln mitsorgt.

Somit setzen wir altersgemäße Grenzen, die den Kindern Orientierung, Sicherheit, aber auch genügend Raum zur eigenen Entfaltung geben.

Bilden – Erziehen – Betreuen

Unser Kindergarten ist eine familienergänzende und unterstützende Einrichtung, die unseren Kindern nach Maßgabe wissenschaftlicher Forschungsergebnisse beste Entwicklungs- und Bildungschancen vermittelt.

Wir beraten Sie als Eltern in Erziehungsfragen und gewähren allgemeine und erzieherische Hilfen. Besonders wichtig ist uns die positive Persönlichkeitsentfaltung Ihres Kindes, sowie das Einüben sozialer Verhaltensweisen. Wir möchten so Ihr Kind   auf ein späteres Leben vorbereiten. Bei allen Angeboten steht das methodische Prinzip des Lernens im und durch das Spiel an erster Stelle.

Unsere Aufgaben BILDEN – ERZIEHEN – BETREUEN sollen im Gleichgewicht  zueinander  stehen.

Wird auf einen der drei Aspekte mehr Wert gelegt, gerät die Erfüllung unseres Erziehungs- und Bildungszieles ins Wanken.

Unser Kindergarten orientiert sich am bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und am bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP). Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und den Erkenntnissen der Kinesiologie. Kinesiologische Übungen ermöglichen den Kindern ihren Lernalltag konzentrierter und effizienter zu gestalten.